Interview

10 Fragen an Dr. med. vet. Silke Engl

Im Rahmen eines Interviews mit dem regionalen IHK-Magazin "Wirtschaft Nordhessen" beantwortete Veyx Geschäftsführerin Dr. med. vet. Silke Engl 10 Fragen über ihre Karriere und ihren persönlichen Erfolg.

1. Was war eine Ihrer folgenreichsten Entscheidungen?
Tierärztin zu werden. Das knochenharte Studium hat mich weg aus der Heimat Nordhessen in das ferne Leipzig gezogen – das Studentenleben bedeutete große Freiheit und große Pflicht.

2. Bereuen Sie einen Ihrer Schritte und warum?
Nein. Besonders den in Leipzig gefundenen Partner fürs Leben nicht.

3. Woraus beziehungsweise wie schöpfen Sie Kraft?
Meine Familie ist meine Quelle der Kraft. Auch wenn unsere beiden grundschulpflichtigen Kinder gerade in Corona-Zeiten Kraft kosten, so sind sie stets meine besondere Quelle dieser Kraft. Bei ihrem unbeschwerten Toben in der weißen Schneepracht war ich so an meine Kindheit erinnert und kann selbst wieder ein bisschen Kind sein.

4. Was raubt Ihnen die Nerven? Was regt Sie auf?
Unzuverlässigkeit kann ich nicht ertragen. Ein Wort muss ein Wort sein, dazu stehe ich, und das erwarte ich auch von meinen Mitmenschen und Partnern.

5. Wie kommen Sie auf gute Ideen?
Ich höre gern Menschen zu, oft ergeben sich daraus die besten Ideen. Das müssen nicht immer die eigenen sein. Die Möglichkeit, auch Unmögliches zu denken, fördert häufig Spannendes zu Tage. Dann gilt es, eine gute Idee auch zu erkennen und die Möglichkeit beim Schopfe zu packen.

6. Wie haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Ganz langweilig: mit Ferienjobs als Schülerin im elterlichen Betrieb. In den Ferien konnten meine Schwester und ich beim Einschachteln von Euterinjektoren am heimischen Wohnzimmertisch unser Taschengeld aufbessern – heute ist das wegen der notwendigen Zertifikate für die Arzneimittelherstellung undenkbar.

7. Welchen Tipp geben Sie Existenzgründern mit auf den Weg?
Eine gute Idee erkennt man anfangs vielleicht als Einzige(r) als solche. Wenn man es schafft, diese umzusetzen und vielen damit zu nutzen, werden viele die Gründungsidee gut finden. Dann kann sie auch prosperieren und zu einem Unternehmen werden. Nur Mut muss man haben, den ersten Schritt zu tun.

8. Welches Thema hat Sie in den vergangenen Monaten beruflich besonders beschäftigt?
Wie uns alle: Corona. Veyx ist, weil in der Arzneimittelherstellung für landwirtschaftliche Nutztiere tätig, direkt systemrelevant. So haben wir eher mehr als weniger im Vergleich zu Zeiten ohne Pandemie zu tun. Aber wir reagieren auf diese akute Lage nicht nur, sondern gestalten parallel auch die Zukunft des Unternehmens. So investieren wir gerade am Firmenstammsitz in unseren Labor- und Verwaltungsneubau.

9. Worum sollten sich Unternehmer mit ihrer IHK stärker kümmern?
Den Wirtschaftsstandort Nordhessen weiter stärken, die Region gerade im ländlichen Bereich wegen der hohen Lebensqualität in Kleinstadt beziehungsweise Dorf hervorheben. Wir sollten uns mehr darauf besinnen und betonen, was wir hier alles haben und weniger, was wir vermissen. Dann kann man auch qualifizierte Arbeitskräfte gewinnen und halten.

10. Was wollen Sie weitergeben?
Wenn man eine Arbeit mit Freude tut, dann wird man auch gut darin sein.

Veyx-Pharma in zwei Sätzen:
Veyx ist eines der wenigen veterinärpharmazeutischen Familienunternehmen. Aus einem in den landwirtschaftlichen Ursprüngen verwurzelten Stamm strecken sich unsere Zweige weit und bringen immer neues Grün.
 

"Wirtschaft Nordhessen 03/2021" als Download:

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